Überbrückungshilfen für KMU: Alles, was Sie jetzt zur Antragstellung wissen müssen!

Zur Eingrenzung bzw. Verlangsamung der Corona-Pandemie hat der Staat im Frühjahr umfangreiche Lock-Downs verhängt, die zahlreiche Unternehmen an den Rand des Ruins geführt haben. Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen haben Bund und Länder gut gemeinte Liquiditätshilfen gewährt. Dass diese soge­nannten Soforthilfen jedoch ein Schnellschuss waren, hat sich relativ schnell herausgestellt. So sind zahlreiche Fragen bis heute unbeantwortet geblieben und gerade viele kleine Unternehmen und Soloselbständige blicken derzeit in eine unsichere Zukunft: zum einen, weil sie nicht genau wissen, unter welchen Modalitäten sie die Soforthilfen zurückzahlen müssen, und zum anderen, weil diese bereits Ende Mai 2020 ausgelaufen sind.

Mit der Überbrückungshilfe als einem zentralen Aspekt des Konjunkturpakets möchte es die Bundesregierung nun besser machen: Diese Finanzspritze schließt un­mittelbar an den Förderzeitraum der Soforthilfen an und ist per Anweisung des Bundes ziemlich detailliert geregelt. Anders als bei den Soforthilfen kann der An­trag nur über einen Steuerberater oder Wirtschafts­prüfer gestellt werden. Es ist davon auszugehen, dass dieses Vorgehen den Staat von gewissen Vorarbeiten befreien und einen Missbrauch verhindern soll.

Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleinen und mittle­ren Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar durch Coronabedingte Auflagen und Schließungen betroffen sind, für die Zeit von Juni bis August 2020 eine weiter­gehende Liquiditätshilfe zukommen zu lassen.

Damit Sie wissen, welche Unterlagen wir letztlich von Ihnen benötigen, um die Finanzierungshilfen beantragen zu können, und um das Antragsverfahren zu be­schleunigen, damit Sie die Frist nicht versäumen, ha­ben wir als Orientierungshilfe am Ende dieses Infor­mationsbriefes eine Checkliste für Sie zusammengestellt, mit deren Hilfe die Antragstellung definitiv gelingt.

Sie wollen Überbrückungshilfe beantragen? Dann beeilen Sie sich!

Antragstellung für die Überbrückungshilfe I (Fördermonate Juni bis August 2020) ist nicht mehr möglich. Die Änderungen der Kontoverbindung sowie begründete Änderungsanträge zu bereits bewilligten oder teilbewilligten Anträgen für die erste Phase der Überbrückungshilfe müssen spätestens bis zum 30. November 2020 gestellt werden. Danach kann der Antrag nicht gestellt werden. Auch eine Änderung der Kontoverbindung ist über das digitale Antragssystem nach dem 30. November 2020 nicht mehr möglich. Bereits angelegte aber bis zum 30. November 2020 nicht abgesendete Änderungsanträge für die erste Phase der Überbrückungshilfe  werden am 1. Dezember 2020 automatisch geschlossen und gelöscht.

Der Förderzeitraum wurde um eine zweite Phase auf die Monate September bis Dezember verlängert. Anträge für die Überbrückungshilfe II können  können ab sofort durch Steuerberatende, Wirtschaftsprüfende, vereidigte Buchprüfende sowie Rechtsanwältinnen und –anwälte gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Das bedeutet für Sie: Auch wenn Sie in Phase 1 ggf. nicht begünstigt waren, könnten Sie in Phase 2 Überbrückungshilfe erhalten!

Aktuelle Informationen sind auf der Infoseite zu finden:www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Gerne helfen wir Ihnen persönlich bei der Antragstellung weiter. Kontaktieren Sie uns telefonisch, per Kontaktformular oder per E-Mail.